Als Elektrofahrrad, E-Bike oder auch Pedelec , wird ein Fahrrad bezeichnet, dass zusätzlich über einen Motor als Tretunterstützung verfügt.
Das Prinzip dieser neuen Technik beruht damit auf der Leistung eines kleinen Motors, der aus einem Akku gespeist wird und überwiegend am Vorderrad sitzt. Ganz neu ist dieses Prinzip allerdings nicht, nur seit einiger Zeit werden diese Fahrräder zusehends beliebter. Bereits 1992 sind die ersten Elektrofahrräder auf den Markt gekommen. Die Beliebtheit der Elektrofahrräder hat seitdem ständig zugenommen. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland bereits 200.000 Stück verkauft.

Bei den meisten Modellen ist ein moderner Hochleistungsakku integriert, der zum einfachen Aufladen entnommen werden kann. Dieser Akku treibt den 24V- oder 36V- Motor bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 Km/h an, aber nur wenn auch gleichzeitig mit den Pedalen getreten wird. Wird nicht getreten, schaltet der Motor ab. Über einen Sensor wird die eigene Kraft ermittelt und entsprechend ergänzt.
Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h ist kein Kennzeichen nötig und auch eine Helmpflicht entfällt.
Auch ein Führerschein wird nicht benötigt, denn es ist „nur“ ein Fahrrad.

Viele Elektrofahrräder verfügen neben den normalen schaltbaren Gängen zusätzlich am rechten Handgriff über verschiedene Schaltstufen des Elektroantriebs. Ebenso ist eine LED- Anzeige vorhanden, die anzeigt, in welchem Modus sich das Fahrrad gerade befindet und eventuell die verfügbare Akkuleistung.
Eine Einstellung auf „Automatik“ bedeutet, der Motor gibt bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit Leistung dazu, als wenn eine unsichtbare Hand schieben würde.
Mit einer weiteren Einstellung kann am Handgriff durch Drehen stufenlos Gas gegeben werden, bis die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist. Dies eignet sich für Fahrten am Berg gut, kostet aber viel Akkuleistung.
Gebremst werden kann das Elektrofahrrad mit dem Bremshebel am Lenkrad, sowie einer Rücktrittsbremse.

Die Reichweiten einer Akkuladung können je nach Modell inzwischen bis zu 100 Kilometer betragen. Abhängig sind solche Werte allerdings auch vom Gelände, wie auch von den Wetterverhältnissen. Auch das eigene Gewicht muss berücksichtigt werden, ebenso wie eventuelle Anhänger oder andere mitgeführte Lasten.
Das Aufladen des Akkus dauert für eine volle Aufladung etwa 8 Stunden. Eine komplette Entleerung des Akkus sollte nach Möglichkeit vermieden werden und nach jeder Tour kann der Akku wieder geladen werden. Der gefürchtete Memory-Effekt ist bei modernen Akkus nicht mehr vorhanden.

Die Technik des E-Bikes ist fast wartungsfrei und beschränkt sich auf die üblichen Arbeiten am Fahrrad. Der Akku sollte allerdings immer trocken aufbewahrt werden, wenn das Rad länger draußen steht. Im Winter entlädt sich der Akku außerdem schneller, wenn draußen Minus-Temperaturen herrschen.

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